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MIKROFONE

Beyerdynamic M201/MC930

Beyerdynamic M 201 TG und MC 930


Beyerdynamic bietet mit dem M 201 TG (Dynamisch) und dem MC 930 (Kleinmembran-Kondensatormikrofon) zwei Mikrofone an, die mit unterschiedlicher Abstimmung und Preiskategorie verschiedene Einsatzgebiete abdecken. Das M 201 TG ist der Allrounder. Günstig und laut Hersteller für nahezu jede Aufnahmesituation geeignet - von Saiteninstrumenten, über Flügel bis hin zu Snare und Overhead-Position. Das fast doppelt so teure MC 930 soll in erster Linie in der Overhead-Position am Schlagzeug und für Choraufnahmen überzeugen. Am Jazzkit möchten wir eine Minimalmikrofonierung testen und platzieren das MC 930 Stereo Set über dem Drumkit und das M 201 TG an der Snare. Ein M 99 TG unterstützt uns an der Bassdrum.

 

Video - Teil 1 - zwei MC930 als Overhead / ein M201TG an der Snare Drum / ein M99 an der Bass Drum 

 

Video - Teil 2 - zwei MC930 als Overhead / ein M201TG an der Snare Drum -abwechselnd ausgeschaltet -


Technik

Das einfachere M 201 TG ist ein Kleinmembaner mit einfacher Ausstattung ohne schaltbaren Low-Cut oder ähnliches. Als Richtcharakteristik haben die Ingenieure bei Beyerdynamik eine Hyperniere gewählt. Im Lieferumfang enthalten, ist ein Mikrofon Clip und ein Windschutz aus Schaumstoff. 

Beyerdynamic M201TG

Das MC 930 bietet bei kompaktem Außenmaß eine reichhaltigere Ausstattung. Dazu zählen ein schaltbarer Hochpassfilter, der bei recht hohen 250 Hz mit einer Flankensteilheit von 6dB/Oktave greift, sowie eine schaltbare Vorbedämpfung von 15 dB. Auch hier ist die Kapsel mit Nierencharakteristik fest montiert. Der Lieferumfang des MC 930 lässt keine Wünsche offen: Als Spinne dient eine Art Rohrkonstruktion aus Kunststoff, die das Mikrofon platzsparend über Gummibänder vom Trittschall entkoppelt. Gleichzeitig sind dadurch die Schalter am Mikrofon geschützt. Es liegen außerdem Ersatzgummibänder, Clips und Windschutz-Aufsätze dem Mikrofonset bei. Zwei für die Seriennummern jeweils individuelle Messschriebe bestätigen, dass es sich um ein „matched Pair“ handelt. Die Differenzen im Frequenzverlauf sind marginal.

Beyerdynamic MC930

Praxis

Wir beginnen unseren Test mit dem Fokus auf das Snare-Signal. Das M 201 TG ist angenehm schlank und leicht zu positionieren. Die ersten Mikrofonpositionierungen bieten bereits ein überraschend vollständiges und rundes Abbild der Snare: Sehr offen, warm und rund. Entscheidend ist das Spiel mit dem Nahbesprechungseffekt. Damit das Signal nicht zu höhenbetont klingt, sollte die Position des Mikrofons soweit an das Schlagfell angenähert werden bis das Verhältnis aus Höhen und Punch stimmt. Mit dem M 201 TG lässt sich dieses Verhältnis hervorragend austarieren. Der Nahbesprechungseffekt sorgt für einen authentischen Druck in den unteren Mitten, der der Snare perfekt zu Gesicht stehen. Der Höhenbereich bleibt dabei immer gut artikuliert ohne Überbetonung und Schärfe.

Das Beyerdynamic ist ganz klar eine positive Ausnahme. Offenheit und Wärme charakterisieren das Klangergebnis. Im Mix zeigt sich dann auch die sehr gut abgestimmte Richtcharakteristik. Becken und vor allem Hihat werden sehr effektiv ausgeblendet. Und das leise Signal, das dann auf der Spur bleibt hat einen angenehm sauberen, zurückhaltenden Klang.

Die beiden MC 930 platzieren wir in Overheadposition in AB-Anordnung. Den Hochpass lassen wir deaktiviert - wir wollen das volle Signal der Mikrofone hören. Den Pad-Schalter aktivieren wir in der -15 dB-Stellung. Damit erreichen wir ein gutes Nutzsignal vor den Mikrofonpreamps. Der Hörtest zeigt: Die MC 930 sind fantastisch feinzeichnende und besonders natürlich klingende Overhead-Mikrofone. Der Höhenbereich strahlt, bleibt aber warm und neigt nicht zu spitzen Frequenzbetonungen. Beckenanschläge klingen ungemein definiert und sauber. Von dem sehr guten Transientenverhalten profitieren natürlich die Snare, die mit Druck und feinem Ausklang begeistert, und auch die Toms. Sie zeigen einen satten Attack und ein detailreiches Ausschwingverhalten. Das Gesamtbild überzeugt voll und ganz.

Die Kombination des MC 930 Stereo-Sets und des M 201 TG an der Snare verhält sich mustergültig. Das Direktsignal der Snare liefert den zusätzlichen Attack und Druck, der das gesamte Abbild des Jazzdrum-Kits noch energischer klingen lässt. Und da Fokussierung der Nierencharakteristik so effizient funktioniert, entstehen auch keine beeinträchtigenden Phasenprobleme zwischen dem Overhead-Signal und den Beckenanteilen auf dem Snare Drum Signal.

Das erste Video zeigt einen Mix des gesamten Mikrofonsets inlusive dem Bassdrum-Direktsignal des M 99 TG. In unserem zweiten Video lassen sich dann die Signale einzeln sowie zum Schluss in Kombination hören. Insbesondere beim gleichzeitigen Einblenden von Snare- und Overhead-Signal zeigt sich die hervorragende klangliche Kompatibilität. Es wurden keine Phasenanpassungen im Nachhinein vorgenommen.

 

Beyerdynamic M99 

Wer sich für das M99 interessiert kann hier mehr lesen:

http://www.drumxound.com/index.php/mikrofone/780-beyerdynamic-m-serie

 

Fazit
Diese Kombination liefert einen authentischen Klang mit tollem Impulsverhalten und edlem Höhenabbild. Dabei sind die Mikrofone angenehm schlank und entsprechend optisch unauffällig. Die Verarbeitungsqualität lässt keine Wünsche offen. Was bleibt also final zu sagen? Zu diesen wirklich angemessenen Preisen können wir eine klare Kaufempfehlung aussprechen.


Allgemeines

M 201 TG
dynamisches Mikrofon
Richtcharakteristik: Hyperniere
Frequenzgang 40 Hz - 18 kHz
Impedanz: 200 Ohm
Gewicht: 220 g

UVP: 235,00 €


MC 930 Stereo Set
Kleinmembrankondensatormikrofon
Richtcharakteristik: Niere
Frequenzgang 40 Hz - 20 kHz
Impedanz: 180 Ohm
Schaltbarer Hochpass bei 250 Hz, 6dB/Oktave
Schaltbare 15 dB Vorbedämpfung
Gewicht: 115 g

UVP: 850,00 €

www.beyerdynamic.de