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MIKROFONE

Lewitt - LCT Serie

LEWITT -  Studiomikrofone  Kondensatormikrofone


Die Mikrofone des noch recht jungen Österreichischen Herstellers Lewitt hatten wir bereits im November 2012 bei uns im Test.

 Link:   http://www.drumxound.com/index.php/mikrofone/875-lewitt-mikrofon-test

Seinerzeit überzeugte uns das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis. Diesmal werfen wir einen genaueren Blick auf die Kondensatormikrofone, die von einsteigerfreundlichen bis in die gehobene Mittelklasse erhältlich sind.

 

Technik

Das Top-Modell unseres Mikrofon-Trios ist das Lewitt LCT 640. Es besticht durch eine umfangreiche Ausstattung und hochwertige Verarbeitung. Die 1“-Großmembrankapsel sitzt in einem sicheren Metallkorb. Das Mikrofon wirkt sehr solide verarbeitet und robust. Die vielen Einstellmöglichkeiten verbirgt es hinter Drucktastern und illuminierten Statusanzeigen. So dienen lediglich drei Taster dazu, sich durch die Werte der Parmeter Pad, Richtcharakteristik und Lowcut zu schalten. Konkret heißt das, dass am LCT 640 folgende Werte einstellbar sind:
Pad: 0db, -6dB, -12dB, -18dB
Richtcharakteristik: Niere, breite Niere, Superniere, Kugel, Acht
Lowcut: linear, 40 Hz, 150 Hz, 300 Hz

 

 

Mit dieser enormen Flexibilität eignet sich das Mikrofon für praktisch alle denkbaren musikalischen Anwendungen. Bei maximaler Vorbedämpfung von -18dB verträgt das Mikrofon einen Schalldruckpegel von über 160dB.

Etwas günstiger ist das LCT 540, das mit nur einer Membran eine feste Nierencharakteristik bietet. Die Verarbeitung steht dem teureren Modell in nichts nach - das Gehäuse ist identisch, lässt aber weniger Einstellmöglichkeiten zu:
Pad: 0db, -10dB, -20dB
Lowcut: linear, 40 Hz, 300 Hz

Das LCT 540 ist nicht minder Pegelfest als das LCT 640 und somit auch ohne Probleme an der Bass Drum oder anderen sehr lauten Schallquellen nutzbar.

Mit kompakteren Außenmaßen und geringerem Kampfgewicht betritt das LCT 240 den Ring. Es kostet nur ein drittel des LCT 640, ist dafür aber auch eingeschränkter nutzbar: Zum einen hat es eine kleinere Mikrofonkapsel von 2/3“. Damit lässt es sich als Kleinmembrankondensatormikrofon betiteln. Klassischer Weise werden mit kleineren Membrangrößen akustische Einsatzgebiete, die weniger Bassstärke erfordern kombiniert. Die Einstelloptionen am Gehäuse entsprechen denen des LCT 540. Auch der maximale Schalldruckpegel beträgt beim kleinen LCT 240 weit über 160dB.

  

VIDEO - Teil 1 - BD - LCT 540 / SD LCT 240 /  2 x OH LCT 640

 

 

 

 

 

Video - Teil 2 - BD  und SD - LCT 640  / OH abwechselnd LCT 540 und lCT 240

 

 

 

 

 

Setup

Wir testen die drei Mikrofone in verschiedensten Konstellationen am Drumkit. Jedes Modell haben wir für die Overheads, Bassdrum und Snare genutzt. Dadurch lassen sich die praxisrelevanten Unterschiede für den Drummer gut isolieren.

 

Klangvergleich

An der Bass Drum positionieren wir zunächst das LCT 640. Mit Nieren-Richtcharakteristik, deaktivierten Lowcut und 10dB Vorbedämpfung richten wir es vor dem Resonanzfell aus. Wir hören ein ausgewogenes, sehr breites Abbild der Bassdrum. Klar konturierte, tiefe Bässe zeichnen das Signal aus. Aber auch die Wiedergabe der Präsenzen ist feinauflösend und schnell. Das macht den Attack durchsetzungsfähig und das Mikrofon sensibel für Feinheiten des Instruments.

Im direkten Vergleich klingt das LCT 540 an der gleichen Position etwas wärmer, da es weniger präsent ist und den Kick weniger herausarbeitet. Aber auch das LCT 540 bildet die Bässe sehr schön rund, fett und konturiert ab. Mit der kleineren Membran kann das LCT 240 nicht die Bassenergie aufnehmen wie die größeren Geschwister. Gleichzeitig hat es nicht ganz die schnelle und offene Ansprache der Großmembraner, weshalb es einen insgesamt flacheren Sound an der Bassdrum liefert.  

An der Snare zeigen sich andere Stärken und Schwächen im Einsatz der Mikrofone. Das 640 macht den Anfang und glänzt mit einem runden und feinen Klangbild, das keine Wünsche offen lässt: Das Signal klingt offen und spricht schnell an. Das Präsenz- und Höhenbild lässt sich aber auch als warm beschreiben, da es nicht zu klanglicher Härte neigt.

 

 

 

Die Entwickler haben hier eine schöne Balance gefunden. Die Wahl der Richtcharakteristiken hat auch an der Snare-Position klare Vorteile: Je nach Aufbau des Drumkits machen unterschiedliche Einstellungen Sinn. In unserem Fall konnte die Hyperniere sehr effizient das Übersprechen der Hihat minimieren.

Diese Möglichkeit bietet das LCT 540 mit seiner festen Nierencharakteristik nicht. Klanglich steht es dem teureren Modell in nichts nach. Es klingt ausgewogen und offen, neigt aber ein wenig mehr zu spitzen Klanganteilen als das 640. Je nach Snare kann das genau richtig oder etwas zu viel sein.

 

 

Dagegen fällt das Snare -  Signal mit dem LCT 240 etwas ab. Es klingt deutlich spitzer, mit leicht unangenehmem Snareteppich-Anteil. Das Druck- und Transientenverhalten ist gut.

In der Overhead - Position zeigen die Mikrofone im drekten Vergleich wie gut sie auflösen und den Raum abbilden können. Dabei macht das LCT 640 erneut die beste Figur: Viel Signaltiefe, komplexes Mittenverhalten, saubere Transienten und ein wunderbar detailreiches, warmes Höhenbild zeichnen dieses Mikrofon aus. Das 540 ist nah dran. Mit nur geringen Abstrichen im Auflösungsvermögen der Höhen, zeichnet es immer noch ein sehr gutes und authentisches Abbild des Drumkits. Das LCT 240 neigt auch in der Overhead-Position zu etwas aufdringlichen und flachen Höhen. Becken sind nicht die Stärke des Mikrofons. Die Transientenabbildung ist dagegen gut, was zu einem akzeptabelen Durchsetzungsvermögen führt.

 

Fazit

Lewitt versteht es, die Mikrofonpalette richtig auszuloten. Wer etwas mehr investiert, bekommt hörbar mehr. Heißt konkret: Das Top-Modell LTC 640 klingt nicht nur am besten, es bietet auch die höchste Flexibilität innerhalb unseres Vergleichs. Während das LTC 240 mit seinem harten Höhencharakter nicht unbedingt universell einsetzbar ist, können wir für das 540 und 640 eine klare Empfehlung aussprechen und in beiden Fällen ein sehr gutes Preisleistungsverhältnis attestieren.

 

 

Überblick


Lewitt LCT 640
1“-Großmembran-Kondensatormikrofon
Richtcharakteristik: Niere, breite Niere, Superniere, Kugel, Acht
Frequenzgang 20 Hz - 20 kHz
Frequenzgang 20 Hz - 20 kHz
Impedanz: < 150 Ohm
Gewicht: 430 g
UVP: 892,00 €


Lewitt LCT 540
1“-Großmembran-Kondensatormikrofon
Richtcharakteristik: Niere
Frequenzgang 20 Hz - 20 kHz
Impedanz: < 150 Ohm
Gewicht: 425 g
UVP: 594,00 €


Lewitt LCT 240
0,67“-Kleinmembran-Kondensatormikrofon
Richtcharakteristik: Niere
Frequenzgang 20 Hz - 20 kHz
Impedanz: < 150 Ohm
Gewicht: 310 g
UVP: 297,00 € 

 

 

www.lewitt-audio.com

www.musikundtechnik.de