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AKG Rhythm Pack

AKG Rhythm Pack - Dynamische und Kondensatormikrofone für Drums

Mit dem Rhythm Pack hat AKG ein spannendes Kompakt-Set für den Liveeinsatz auf dem Markt. Das Highlight: In diesem günstigen Set steckt bereits das seit Jahrzehnten bewährte und beliebte D112 Bassdrum Mikrofon. Aber nur zwei Tom Mikrofone und keines für die Hihat? Wir haben für euch getestet, wie sich diese Kombi in der Praxis bewährt.

Setup:
Bassdrum:        D112
Snare:              D40
2 x Toms:         D40
2 x Overheads: C430

Das AKG Rhythm Pack wird mit einem schlichten Koffer von eher einfacher Bauart geliefert. Viel Kunststoff und weiche Materialien sprechen für eine begrenzte Haltbarkeit. Aber trotzdem sitzt alles fest und ohne Spiel. Für den vorsichtigen Transport reicht es. Im Koffer enthalten sind neben den sechs Mikrofonen noch die passenden Klemmen und zwei einfache Windschutz-Aufsätze für die kleinen Kondensatormikrofone. Außerdem liegen den Mikrofonen noch die jeweiligen Anleitungen mit ausführlichen Informationen und Anwendungsbeispielen bei - sehr gut!


 

Hier der Blick in den Koffer, alles sehr aufgeräumt.

 

Video Teil 1 - hier war das Snare Drum Mikrofon noch an dem Clip an der Sanre Drum befestigt.

 

 

Video Teil 2 - hier haben wir das Snare Drum Mikrofon an einen seperaten Ständer geschraubt

 

 

Video Teil 3 - wie Video 2 aber hier mit EQ und Compressor.

 

 

Auf den Videos seht ihr Claus Schulte an einem Drumsound Evolution Maple Kit mit folgenden Größen: 24"x20" BD - 13"x9" TT - 16"x16" FT - 14"x," Steel Snare. Die Becken sind von der Firma Meinl aus der MB8 Serie. 21" Ghost Ride - 14" Medium Hihat - 16" und 18" Medium Crash - 16" China. Die Hardware ist von Dixon aus der Kinde Serie. Die Felle sind von RMV, Modell Deep Performer. Aufgenommen wurde alles auf einem Mac mit Avide Pro Tools 9 und einem Presonus StudioLive 16.0.2. 

 




 

Bass Drum

Das D112 ist so etwas wie das Standard Live-Bassdrum Mikrofon der letzten Jahrzehnte. Und wer es einmal ausprobiert hat, weiß warum: Kaum ein Mikrofon ist an der Bassdrum so unproblematisch auszurichten und liefert so schnell gute Ergebnisse. Von technischer Seite betrachtet ist es erstmal nicht besonders spektakulär: Im Inneren des Aluminiumgehäuses befindet sich ein dynamischer Druckgradientenempfänger. Dieser liefert einen Frequenzgang von ca. 20 bis 17.000 Hz. Der Verlauf begünstigt die Bassdrum-Abnahme mit einem ordentlichen Bassschub und einer etwas schwächeren Präsenzanhebung in den oberen Mitten. Damit ist das Signal sehr angenehm „vorequalized“ und es kann ruhigen Gewissens ohne weitere Bearbeitung auf die PA geschickt werden. Mit einem maximalen Schalldruck von 160 dB ist das D112 praktisch nicht zu übersteuern. Das Signal setzt sich stets sehr gut durch und lässt gleichzeitig genug Charakter des Instruments erkennen. Der Bassbereich ist artikuliert, schnell und druckvoll, wenn auch etwas zurückhaltend im Tiefbass. Die Abstimmung ist nach wie vor sehr gut und macht dieses Mikrofon zu einem echten Plug‘n‘Play Tipp.

An der Bass Drum war das AKG 112

 

Snare Drum

Für die Snare und die Toms stehen insgesamt drei D40 bereit. Dieses kompakte dynamische Mikrofon macht einen vorbildlich verarbeiteten Eindruck. Das matt lackierte Metall fühlt sich wertig an. Das Gelenk ist gut einstellbar, das Anschlussgewinde aus Metall. Auch der Korb ist abnehmbar und somit bei Bedarf austauschbar. Der Frequenzgang von 50 bis 20.000 Hz zeigt einige „Buckel“. Am auffälligsten ist die leichte Betonung des Bassbereichs um 120 Hz sowie eine Anhebung bei ca. 3,5 kHz. AKG hat dieses Mikrofon speziell für Drums und Percussion ausgelegt. Um das zu testen, befestigen wir das D40 zunächst an der Snare. Mit dem mitgelieferten Clip geht das eher mühsam. Der Clip ist eine simple, nicht einstellbare Plastikklemme. Diese hält bei unseren Versuchen nicht gut. Je nach Trommel kann sich der Clip auch gänzlich weigern eine akzeptable Stabilität aufzubauen. Außerdem ist die Ausrichtung des Mikrofons dann auf das eine Gelenk am D40 beschränkt. Die Position ist dadurch in der Regel nicht ideal. In unserem Video könnt ihr das Set mit geclipptem D40 gegen eines mit Ständern hören. An der Snare zeigt sich der Unterschied besonders deutlich: Die Mikrofonposition, die uns der Clip aufgezwungen hat, sorgt für zu viel Resonanz und ein somit etwas unausgewogenes Klangbild. Eine Mikrofonierung mit Stativ wird dann auch der Qualität des D40 gerecht: Wir erhalten einen satten Snare-Klang mit schönem Punch und toller Offenheit. Es ist die richtige Balance aus Attack, Offenheit und Wärme. Ein wirklich tolles Mikrofon.

Zuerst benutzen wir das AKG D40 an der Snare Drum mit dem gelieferten Halteclip. Das Ergebniss könnt Ihr in Video 1 hören. Danach positionierten wir das Mikrofon auf einem Ständer. Das Ergebniss hört ihr auf Video 2 und 3.

 

Toms

Die Probleme des Clips zeigen sich natürlich auch an den Toms. Auch wenn es nach unseren Tests hier nicht einen so deutlichen Klangnachteil mit sich zieht. Am Stativ befestigt zeigen die D40 an den Toms einen schönen Punch und eine natürliche Obertonwiedergabe. Selbst an der Standtom transportiert das D40 den Druck und Körper des Instruments ohne Mühe. Diese kleinen Allrounder können begeistern!

An dem Tom Tom und Floor Tom war wie bei der Snare Drum auch das AKG D40

 

Overhead

An den Overheads kommen die sehr kompakten C430 zum Einsatz. Die Konstruktion passt hervorragend in ein unkompliziertes Live-Setup. In der matt-schwarzen Lackierung ist es optisch im Live-Betrieb angenehm unauffällig. Die Kapsel ist fester Bestandteil des Mikrofons und somit nicht austauschbar. Schalter findet man am C430 nicht. Es heißt also auch hier: Anschließen, Phantompower an und los. Dieses Kleinmembran Kondensatormikrofon liefert Frequenzen von 20 bis 20.000 Hz. Dabei betont es deutlich den Bereich von ca. 4,5 kHz bis 12 kHz. Diese Abstimmung soll das C430 besonders durchsetzungsstark machen. In der Praxis zeigt sich eine sehr gute Kompatibilität zu den dynamischen Mikrofonen, die einen schön warmen Grundsound liefern. Die Kleinmembraner setzen sich ohne jeglichen EQ-Eingriff sehr gut über das Klangbild der D40 und des D112. Damit runden sie das Plug‘n‘Play Konzept perfekt ab. Wer will, kann die Mirkrofone aufstellen und sofort loslegen. Mit ein wenig Zeit für die Mikrofonierung lässt sich das Ergebnis aber natürlich optimieren. Denn die C430 können je nach Drumset und Raum auch zu einem etwas scharfen Klang neigen - Besser etwas mehr Abstand zu den Becken halten, um unangenehme Frequenzen nicht zu forcieren. Insgesamt lösen diese kompakten Mikrofone aber gut auf und liefern ein natürliches Klangbild.

Als Overhead Mikrofone wurden zwei AKG C340 benutzt. Ein seperates Mikrofon für die Hihat ist ja nicht im Koffer enthalten.

 

Fazit

AKG hat diese Mikrofonkombi wirklich sehr praxisnah ausgewählt. Das D112 ist sicherlich eine Art „Werbeträger“ in einem so günstigen Set. Das echte Highlight sind aber vermutlich die D40, die wir auch für Studioanwendungen empfehlen können. Mit den C430 hat AKG ebenfalls ein einfach zu handhabendes, robustes und gut klingendes Overhead-Paar mit dabei. Schade, dass die Clips qualitativ nicht mithalten können. Insgesamt kann man bei einer UVP von nur 569,00 € dem Rhythm Pack echte Schnäppcheneigenschaften zusprechen. Von uns gibt es eine klare Empfehlung.


Daten:
AKG Rhythm Pack
1 x AKG D112 dynamisch, Niere, 20 - 17.000 Hz
3 x AKG D40 dynamisch, Niere, 50 - 20.000 Hz
2 x C430 Kondensator, Niere, 20 - 20.000 Hz

 

AKG Rhythm Pack  UVP 569,- €

www.akg.com

www.audiopro.de